Not Your Soccer-Mom

Michael Bradley nach dem Ausgleich gegen Slowenien

Michael Bradley nach dem Ausgleich gegen Slowenien

Habe mich ertappt. Neulich. Beim Abgehen. Also so richtig. Mit Aufgespringe, Faust-in-die-Luft-Gefeuere und Schiedsrichter-Verungeglimpfe. Und das nicht etwa bei einem Deutschland-Spiel. Nein. Da war ich erstaunlich ruhig.

Das würde schon alles klappen. Tut es ja meistens, irgendwie.

Nein. Die USA sind schuld. Bei deren Spielen stand völlig neben mir. Komplett. Hatte Adrenalin. Wurde krumm angestarrt. Von den Kollegen. Der Frau. Und deshalb muss es jetzt einfach raus. Ich kann es nicht länger leugnen:

Ja, ich habe eine Zweit-Nation.

Es heißt: soccer, verdammt!

Und in meiner Funktion als Teilzeit-Amerikaner blogge ich jetzt über Fußball. Oder besser gesagt: soccer. Denn so heißt das hier bei uns. Bei uns in den USA. Da braucht man gar nicht in den typischen „ach, die schon wieder“-Modus zu schalten. Wir wissen nämlich, dass es Football heißt. überall. Nur nicht bei uns. Und das wird sich auch nicht ändern. Egal wie lange ihr nervt. Oder lacht. Oder uns belächelt. Denn wir haben hier schon einen wunderbaren Sport, der Football heißt. Und der geht ganz sicher auch nicht einfach so weg. Also: Soccer it is.

Was wurde hier vor der WM nicht alles über Fußball geschrieben. Und diskutiert. Selbst das „Time Magazine“ widmete der WM in Südafrika eine eigene Sonderausgabe. Doppelte Seitenzahl. Kurz: Alle sprachen davon, dass dies der Durchbruch des Fußballs in den USA sein könnte. Sollte. Müsste.

Und was ist jetzt? Jetzt, da die WM für uns Amerikaner vorbei ist. Hat das US-Team trotz der Ghana-Pleite die Massen begeistert? Sind jetzt alle Amerikaner Fußball-Fans? Treten sie in den Parks gegen einen Fußball?

Hollywoodreife Vorstellung?

Nur schwer vorstellbar. Leider. Auch wenn die Spielweise der amerikanischen Elf förmlich nach Hollywood schrie. Der immer bis zum Letzten kämpfende Außenseiter, der Rückstände aufholt und sich selbst von den größten Ungerechtigkeiten nicht unterkriegen lässt. Einzig das Happy End, das fehlte.

Und ein Film ohne Happy End? In Hollywood? Schwierig. Mehr auf SPOX >>

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Soccer, Sport

Eine Antwort zu “Not Your Soccer-Mom

  1. Max

    Erster!

    Letztes Mal war besser.

    Auslachsmiley, auslachsmiley.

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